Aug 202006
 

Wer das Glück hat, eine sibirische Katze bereits zu besitzen, der weiß nicht nur die Schönheit und Harmonie dieser Halblanghaarkatze zu schätzen, sondern vor allen Dingen ihren fast unbeschreiblichen Charakter.
Für mich ist die sibirische Katze die Familienkatze in Perfektion: unerschrocken und mutig, anhänglich und verspielt ohne dabei jemals aufdringlich zu sein, unglaublich sozial zu Mensch und Tier, anpassungsfähig, unkompliziert und pflegeleicht sind nur ein paar Eigenschaften die sie charakterisieren.

Ursprünglich stammt die sibirische Katze aus Russland, besser gesagt aus den Weiten Sibiriens, wo sie sich aufgrund rauher Witterungsverhältnissen im Laufe der Jahrhunderte zu einer robusten Naturrasse entwickelt hat. Ihre Aufgabe war es, und ist es heute noch immer, es auf russischen Gehöften mit Nagern aller Art aufzunehmen.
Vermutlich gerade weil die Sibirier auf Bauernhöfen so „normal“ waren, wurden erst Anfang der 80’er Jahre russische Katzenliebhaber auf sie aufmerksam, und begannen diese Rasse gezielt zu züchten.

Dank des Mauerfalls wurde die sibirische Katze allmählich auch in den westlichen Ländern bekannt, schließlich kam es 1992 zur offiziellen Anerkennung durch die WCF (World Cat Federation) als eigenständige Rasse, unter Festlegung eines bestimmten Rasse-Standards (nachzulesen bei www.wcf-online.de)

Betrachtet man die sibirische Katze genauer, so ist ihr harmonischer Körperbau besonders auffällig.
Sie ist eine mittelgroße, muskulöse Katze mit kräftigen Beinen, großen, runden Pfoten und Haarbüscheln zwischen den Zehen.

Der Kopf bildet ein stumpfes Dreieck, die Schnauze ist abgerundet und zum Kopf passend.
Der Nasenrücken ist breit, und leicht konkav gewölbt.

Die Ohren sind mittelgroß, abgerundet und mindestens um eine Ohrenbreite auseinanderstehend. Sie werden nach vorne geneigt getragen, mit starker Behaarung des Innenohrs, Haarbüschel auf den Ohren sind wünschenswert.

Die Augenfarbe der sibirischen Katze variiert von grün bis bernstein, immer passend zur Fellfarbe. Die Augen sind groß, leicht oval und leicht schräg gestellt.

Im Winter sind diese Katzen besonders hübsch anzusehen, mich erinnern sie aufgrund ihrer kompakten Größe und Fellstruktur an kleine Bärchen. Der Grund dafür, ist die dichte Unterwolle und das besonders lange Fell an Hals, Brust und Hosen.

In den Sommermonaten zeigt sich die sibirische Katze dafür von ihrer „schlanken“ Seite. Ihr Fell ist deutlich kürzer als in der kalten Jahreszeit, nur der buschige Schwanz verrät einem, dass wir es mit einer Halblanghaarkatze zu tun haben.

Die Farbpalette ist bei den Sibiriern sehr groß, es ist praktisch für jeden Geschmack etwas dabei, selbst der Maskenfaktor, bei der sogenannten „ Neva Masquerade“, mit wunderschönen blauen Augen und dunklen Abzeichen an den Extremitäten ist vertreten.

Sollten Sie sich nun, aufgrund all dieser Vorzüge für eine sibirische Katze entscheiden, denken Sie bitte daran, dass es sich um ein ausgesprochen geselliges und soziales Tier handelt, das ungeeignet für die reine Einzelhaltung ist.

Genetik

Für genetisch Interessierte im Folgenden ein paar hilfreiche Links:

-Hannoverscher Katzen-Club e.V.
Genetik der Katze

- Vererbung- Zufall mit System

- Feline genetics Links
www.cat-world.com.au/Genetics.htm

- Cat breeding and basic genetics
www.geocities.com/Heartland/Hollow/1991/genetic/

Aug 202006
 

Liebe Katzen- und Hundefreunde,

Vor einigen Jahren noch, waren für mich Futtermitteldeklarationen ein Buch mit sieben Siegeln. So kompliziert, dass ich gar keine Lust und Motivation aufbrachte, mir darüber weitere Gedanken zu machen. Zwar kaufte ich sehr wohl die Futtersorten, die meinen Tieren schmeckten und die nicht die allerbilligsten waren, aber woraus letztendlich der Inhalt bestand, war mir ziemlich egal.
Das änderte sich relativ schnell, als mein Hund Lucky, auf jegliches Futter, das ich ihm anbot, mit permanenten Durchfällen reagierte.
Ich war gezwungen mich mit dem Thema Ernährung auseinander zu setzen und das war gut so. Schließlich profitieren heute alle meine Tiere davon, dass sie keinen Abfall mehr fressen müssen, und danken es mir mit einer top Gesundheit und wunderbarem Fell !
Ich habe für all diejenigen, die Interesse an gutem Futter haben und sich fünf Minuten Zeit nehmen, die Bedeutung der Inhaltsstoffe auf den Deklarationen zusammen geschrieben. So werden Sie die Möglichkeit haben gutes von minderwertigem Futter zu unterscheiden.
Doch, was ist denn „gutes Futter“?? Wenn man der Futtermittelindustrie Glauben schenkt, besonders den in der Werbung vorkommenden Futtermittelherstellern, die uns vitale proppere Welpen und Kitten zeigen, dann könnten wir getrost wahllos ins Supermarktregal greifen, unseren Geldbeutel schonen und dabei unseren Tieren auch noch etwas Gutes tun. Das Gegenteil wäre aber der Fall:

Die gängigen Futtermittelsorten enthalten tierische und pflanzliche Nebenerzeugnisse unbekannter Herkunft. Wer so etwas füttert, der sollte sich darüber im Klaren sein was Nebenerzeugnisse bedeutet:

Tierische Nebenerzeugnisse sind Schlachtabfälle wie Füße, Schnäbel, Federn, Kot, Blut, Fell, Kadaver um nur einige zu nennen, mit etwas Glück wertvollere Schlachtabfälle wie Herz , Leber und Pansen. Was letztendlich im Futter genau enthalten ist weiß auf Grund mangelnder Deklarationen kein Mensch – zum Glück für den Hersteller. Das Problem liegt im europäischen Futtermittelgesetz: danach braucht der Hersteller keine genaue Auflistung der verwendeten Zutaten auf der Packung anzubringen, sondern ,der Gruppenbegriff „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ umfaßt „die fleischigen Anteile von geschlachteten, warmblütigen Landtieren sowie alle Produkte und Nebenerzeugnisse, die bei der Verarbeitung des Tierkörpers anfallen“. Somit dürfen oben genannte Abfälle und noch andere mehr, als minderwertige billige Proteinquellen für Tierfutter mitverarbeitet werden. Solche Zutaten gehen in die Rohproteinberechnung ein, obwohl sie nicht von einem echten Protein (wie Fleisch) stammen, und finden aufgrund geringer biologischer Verwertbarkeit als große übelriechende Hunde- und Katzenhaufen ihr Ende.
Nebenbei bemerkt: die Amerikaner haben ein anderes Futtermittelgesetz. Danach muß die Fleischquelle genau angegeben werden d.h. ob Fleisch von der Pute, Rind oder Lamm, etc. Bei Deklarationen wie „Truthahn“, „Pute“ oder „Rind“ handelt es sich hier zudem auch wirklich um Fleisch und nicht um Schlachtabfälle. Desweiteren gibt es noch diverse Unterteilungen bezüglich der verwendeten Fleischqualität. (z.B. Human Grade = Lebensmittelqualität)

Pflanzliche Nebenerzeugnisse wie Erdnußschalen, Reisstärke, Sojamehl, Weizengrane und Abfallprodukte aus der Bierbrauerei fungieren als leere Füllstoffe, geben dem Tier ein Gefühl der Sättigung und werden ebenso geringfügig verwertet. Weiterhin sind sie hochgradig allergen und dafür verantwortlich, daß unsere Hunde und Katzen verstärkt an Unverträglichkeiten, Magen -Darm-, Haut- und Fellproblemen leiden. Das Geld das man hier gespart hat, trägt man im Anschluß zum Tierarzt.
Im Übrigen waren eben diese pflanzlichen Nebenerzeugnisse verantwortlich für Luckys Probleme. Seitdem er so etwas nicht mehr fressen muß ist auch sein Darm wieder in Ordnung!

Die „besseren“ Futtermarken die ihren Preis haben und artgerechte vollwertige Ernährung (ohne Nebenerzeugnisse) versprechen, entpuppen sich bei genauerem Hinschauen als wahre Getreidecocktails. In der Liste der Inhaltsstoffe umgehen die Hersteller diese Tatsache, indem die Getreidesorten einzeln aufgelistet werden. So ist es möglich Fleischmehl als erste Zutat zu listen, obwohl zusammengerechnet die Hauptzutat gemischtes Getreide ist. Daß Kohlenhydrate für unsere Tiere auch einen wichtigen Energielieferanten darstellen ist klar, jedoch finde ich, kommt es auf die Menge an. Schließlich sprechen wir hier von Carnivoren (Fleischfressern).

Ein weiteres Problem ist, daß Fleisch oft im „Originalzustand“ (sprich ungetrocknet) gewogen und dem Futter beigefügt wird. In diesem Zustand ist Fleisch „gewichtiger“ als andere Zutaten, verliert jedoch nach dem Trocknen 75% seines Gewichtes (Fett und Wasser). Der Begriff „Hühnerfleisch“ ist nach europ. Futtermittelgesetz zwar Fleisch, aber vor dem Trocknen. Da die Auflistung der Inhaltsstoffe nach Gewicht erfolgt, sollte dann dieses Fleisch in der Inhaltsliste deutlich nach unten rutschen. Ist Fleisch nämlich gewichtsmäßig tatsächlich an erster Stelle, dann ist auch die Deklaration eine andere, nämlich: „getrocknetes Hühnerfleisch“ oder „Hühnerfleischmehl“. Unter dem Begriff „Huhn“ verstecken sich i.d. Regel Schlachtabfälle.

Zum Thema Konservierung:
Nach einem teilweise Umdenken einiger kritischer Verbraucher kamen die großen Hersteller zu dem Entschluß, BHA und BHT hinter dem Begriff „EWG – Zusatzstoffe“ zu verstecken. Dabei nutzen diese aus, daß die meisten Leute nicht wissen was erstens EWG – Zusatzstoffe sind, und zweitens was ein Antioxidant ist.
BHA(E320) und BHT(E321) sind künstliche Antioxidantien welche Krebs, Leberschäden, Allergien und Hautkrankheiten verursachen können. Es versteht sich von selbst, daß solche Konservierungsstoffe keine Verwendung finden dürften.
Die „Guten“ Antioxidantien (schützen das Fett in der Trockennahrung vor dem Ranzigwerden) sind natürlich und auch noch gesund: Vitamin E und C sowie Kräuterextrakte und Kräuteröle.

Zusammengefaßt sollte also ein gutes Futter aus Folgendem bestehen:

- zum größten Teil aus Fleisch (getrocknetes Fleisch, Fleischmehl , Quelle des Fleisches muß angegeben sein)
- evtl. kleiner Anteil an Innereien (als Eiweiss-, Vitamin-, Mineralstofflieferant)
- geringer Anteil an Vollkorngetreide bzw. Gemüse
- hochwertige Fettlieferanten tierisch wie pflanzlich (Hühnerfett, Fischöl, Distel-, Sonnenblumen-, Leinsamenöl)
- Vitamine und Mineralien
- Natürliche Antioxidantien

Zur Orientierung hier einige Inhaltsstoffe die zu den Schlechten gehören:

- pflanzliche und tierische Nebenerzeugnisse
- Grieben
- Gluten (Allergien!)
- BHA , BHT (EWG – Zusatzstoffe), Ethoxyquin
- Farbstoffe, Zucker, Karamel
- Stärke ( schwerverdaulich )
- Trockenschnitzel, Weizenkleie
- Digest (chemisch hergestellte „vorverdaute“ Nahrung aus Bindegewebe)
- Sojamehl (niedrige Verwertbarkeit, Allergien)
- Vit. K3 (künstlich, steht in Verdacht krebserregend zu sein)

Erfreulicherweise ist die Palette an wirklich gutem Futter in der Zwischenzeit doch relativ groß geworden, wenn auch meistens nur über das Internet zu beziehen.
Im Folgenden finden Sie Links von einigen Online-Shops, die sehr gute Futtersorten vertreiben:

www.catscountry.de
www.portacat.de
www.bigdog24.de (nur Hundefutter)
www.evolve-tiernahrung.de

In unsere Futternäpfe kommen Sorten wie Felidae/Canidae, Wild Thing, Feline Porta 21, Timberwolf.
Zur Abwechslung bekommen unsere Tiere auch mal selbst gekocht, oder sogar mal roh, was sie ganz besonders lieben und gar nicht so ungesund und gefährlich ist, wie manch einer behauptet. Allerdings gilt es auch hier, manche Dinge zu beachten.
Sollten Sie sich dafür interessieren, besuchen sie doch folgende, sehr empfehlenswerte Webseiten:
www.savannahcats.de
www.barfers.de